Im Zeppelin nach Rio

Der Liniendienst nach Südamerika (1930 – 1937)

Nachdem sich das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“ auf mehreren Demonstrations- und Versuchsfahrten in den unterschiedlichsten Klimazonen rund um den Globus gut bewährt hatte, begann die Luftschiffbau Zeppelin GmbH ab 1931 mit dem Aufbau eines regelmäßigen Linienverkehrs nach Südamerika. Von Anfang an war es Eckeners Ziel, einen Transatlantikverkehr mit dem Luftschiff zu etablieren. Die schnelleren Flugzeuge hatten zu Beginn der 1930er Jahre noch keine entsprechende Reichweite, um einen Langstreckenverkehr mit Passagieren oder Fracht durchführen zu können, und die Seeschiffe, die bislang das Monopol auf den Ozeanen hatten, waren gegenüber dem Luftschiff bedeutend langsamer. So benötigte man damals mit dem Schiff von Hamburg bis Rio de Janeiro zwei bis drei Wochen. Das Luftschiff schaffte die gleiche Strecke in vier bis fünf Tagen.

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Sie malte heimlich

Gertraud Herzger von Harlessem – Künstlerin und Künstlergattin (1908 – 1989)

Gertraud Herzger-von Harlessem wäre vielleicht eine bekannte Künstlerin der Klassischen Moderne geworden. Aber ihr Ehemann, der Künstler Walter Herzger, war dagegen, dass sie sich künstlerisch betätigte. Deshalb malte sie heimlich, wenn er nicht da war.

Dabei hatte die gebürtige Bremerin die besten Voraussetzungen für ein Leben als Künstlerin.

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Expedition ins Eis – Teil II

Die eigentliche Arktisfahrt beginnt…  

Am nächsten Morgen, dem 26. Juli, stiegen die russischen Wissenschaftler dazu – unter dem Jubel vieler Russinnen und Russen. Zum Abschied erhielten die Arktisreisenden noch eine Kiste voller Dosen mit russischem Presskaviar als Geschenk.

Gegen 9 Uhr ging es weiter auf nördlichem Kurs. Der Zeppelin fuhr mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 90 Stundenkilometern. Mit dieser dritten Etappe begann die eigentliche Arktisfahrt.

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„Die Impfstube“ oder: Was hat die Corona-Impfung mit Kühen zu tun?

In Friedrichshafen gibt es seit kurzem ein Corona-Impfzentrum und mehr als ein Viertel unserer Belegschaft hat sich freiwillig gemeldet, um dort zu helfen. Dieser Umstand führt uns wieder ins Zeppelin Museum zurück:

Wir haben nämlich in unserer Sammlung ein Gemälde von Reinhard Sebastian Zimmermann, das eine Impfstube aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt.

Für den Kunsthistoriker und damaligen Direktor des Städtischen Bodensee-Museums, Dr. Lutz Tittel, stellt „Die Impfstube“ ein Propagandabild der damaligen Zeit dar. Er ordnet es als eines der zentralen Werke des Künstlers ein, der sich in erster Linie als Portraitmaler einen Namen gemacht hat.

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Online Assembly BEYOND BORDERS – Backstage Bericht

„Wir haben noch eine Minute.“

Dominik Busch, Initiator und Moderator der Online Assembly
und Leiter der Abteilung Diskurs und Öffentlichkeit

29.01.2021

 

BEYOND BORDERS war die erste reine Online Assembly des Zeppelin Museums und unsere erste sechsstündige Online-Tagung, die an unsere neue Ausstellung BEYOND STATES. ÜBER DIE GRENZEN VON STAATLICHKEIT gebunden war. Sechs Stunden, die Grenzen im Kopf aufbrachen, verschoben oder erst sichtbar machten.

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VOR 120 JAHREN: Zweiter und dritter Aufstieg des ersten Zeppelin-Luftschiffes LZ 1

Nach dem ersten Aufstieg des LZ 1, der sehr erfolgreich verlaufen war (wir berichteten), wurden am Luftschiff einige technische Veränderungen vorgenommen, die aus den gemachten Erfahrungen resultierten. Am 24. September 1900 waren die Arbeiten abgeschlossen. Das Luftschiff wurde mit Brennstoff und Ballast versorgt, die Wasserstofffüllung sollte am nächsten Tag stattfinden. Doch in der darauffolgenden Nacht geschah ein Unglück, welches Hugo Kübler in seinem Bericht an die „Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt“ beschreibt:

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Luftschrauben rasten in die Tiefe…Große Fahrt des Z III (LZ 6) zum Kaiser nach Berlin Ende August 1909 – Teil 1

Ende August 1909 unternahm Graf Zeppelin seinen zweiten Versuch, mit einem Luftschiff den Kaiser in Berlin zu besuchen und zu beeindrucken. Sein erster Versuch mit dem Luftschiff Z II (LZ 5) war einige Wochen zuvor in Bitterfeld geendet und Z II inzwischen ans Militär nach Köln abgeliefert worden (wir berichteten).

Aber noch war das Luftschiff Z III (LZ 6) nicht startklar und in Manzell gab es noch jede Menge zu tun. Außerdem konnte Z III im Vergleich mit seinem Vorgänger zahlreiche Innovationen aufweisen, die Kapitän Georg Hacker hier aufzählt:

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Ein halbes Leben für den Luftschiffbau

Barbara Waibel zum 25. Dienstjubiläum im Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH

KINDHEIT AUF DEM STIXENHOF

Mitten in der Idylle des Schwäbisch-Fränkischen Waldes liegt der Stixenhof, ein Zweiöd-Hof der Bauernfamilien Waibel und Wahl, dessen Geschichte sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Dort kam Barbara Waibel im September 1965 als Jüngste von sechs Kindern zur Welt.

Wie es sich für eine Kindheit auf dem Bauernhof gehört, wuchs sie mit vielen Tieren auf, hatte Hunde und Katzen und sogar ein eigenes Pony.

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