Ganz aus Metall – das Starrluftschiff des David Schwarz

David Schwarz entwarf in den 1890er Jahren ein Leichtmetall-Luftschiff. Aber wer war David Schwarz?

Er wurde im Jahr 1850 geboren, stammte aus Österreich-Ungarn aus einer jüdischen Familie und hatte sich beruflich bis zu seinem 40. Lebensjahr nicht mit Luftschifffahrt beschäftigt. Angeblich, so wurde in seiner Familie kolportiert, habe er mit seinem großen Bruder als Kind einen Ballon aus Holz und mit einer Art Pech bestrichenem Leinenstoff gebaut. Das Gas sei aus einer brennbaren Flüssigkeit aus großen Gasflaschen gewonnen und der Ballon an einer Pappel aufgehängt worden.

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Ein Geisterblimp über Kalifornien – das Luftschiff L-8

Von Sabine Ochaba und Jan Werner


Am 16. August 1942 geschah ein in der Luftfahrt einzigartiger Vorfall: Das Prallluftschiff L-8 der US Navy landete mit laufenden Motoren, schlaffer Hülle, intakter Kabine, offenen Türen, aber ohne Besatzung auf einer Straße in Daly City, nahe San Francisco. Das Schicksal der zweiköpfigen Besatzung, die entlang der Pazifikküste vor San Francisco patrouillieren sollte, wurde niemals aufgeklärt.


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LZ 11 „Viktoria Luise

Der Zeppelin LZ 11 „Viktoria Luise“ war ein Verkehrsluftschiff der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft (DELAG) und war benannt nach der preußischen Prinzessin Viktoria Luise. Das Schiff fuhr hauptsächlich innerhalb Deutschlands.

Der Bau des Luftschiffs war von der Heeresverwaltung subventioniert worden, damit es im Kriegsfall für militärische Zwecke zur Verfügung stehen konnte. Luftschiffführer der „Viktoria Luise“ bei der Erstfahrt am 19. Februar 1912 war Kapitän Blew.

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Luftschiff-Rekord!

LZ 9 – das Heeresluftschiff „Ersatz – Z II“

Das neunte Schiff der Luftschiffbau Zeppelin GmbH fuhr am 2. Oktober 1911 zum ersten Mal. Die Fahrt verlief über Friedrichshafen und Umgebung und dauerte nur 44 Minuten. Auszüge aus dem Fahrtbericht der Erstfahrt des LZ 9:

„Probefahrt. Die Führung hat Exzellenz Graf Zeppelin gehabt.

Vordergondel acht Personen, darunter am Seitensteuer: Lau und am Höhensteuer: Dürr.

Monteure: Thiele und Pfeifer

Hintergondel vier Personen, darunter Fahringenieur Siegle.

Graf von Zeppelin in der vorderen Gondel. Springer zur Beobachtung der Steuerleitung.

Letzter Wetterbericht: Tief über Norditalien und Polen, Wetterlage ungünstig, leicht böig. Fast ganz bedeckt. Ziehende Luft.

Das Schiff bewährte sich gut, Motoren arbeiteten ohne sonderliche Störung. Wegen des böigen Wetters kann über die Steuerfähigkeit kein definitives Urteil abgegeben werden. Wegen des drohenden Wetters musste die Fahrt vorzeitig abgebrochen werden.“  

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Happy Birthday – 100 Jahre Maybach-Automobile

Es mag verwundern, dass 2021 100 Jahre Automobilmarke Maybach gefeiert wird. Schließlich steht in der Gründungsurkunde von 1909 des zunächst Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH benannten Unternehmens in § 3: „Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Fahrzeug-Motoren und deren Zubehör für Luft- und Wasser-Fahrzeuge sowie der Vertrieb dieser Erzeugnisse.“ Also Mobilität in der Luft und im Wasser; zu Lande war eigentlich nicht vorgesehen.

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„… wie schön das Luftfahren, welches Geschenk es für die Menschheit ist …“

LZ 10 SCHWABEN –  das erste erfolgreiche DELAG-Schiff

Die DELAG, die Deutsche Luftschiffahrts-Aktien-Gesellschaft, war die erste Fluggesellschaft der Welt und von Alfred Colsman, dem Geschäftsführer der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, als Tochtergesellschaft gegründet worden. Sie bot Passagier-Rundfahrten und Städtereisen mit dem Zeppelin an, hatte aber mit ihren ersten beiden Luftschiffen, der DEUTSCHLAND und der DEUTSCHLAND II Pech, da diese bereist nach wenigen Wochen im Fahrdienst durch Unfälle zerstört wurden.

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Im Zeppelin nach Rio

Der Liniendienst nach Südamerika (1930 – 1937)

Nachdem sich das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“ auf mehreren Demonstrations- und Versuchsfahrten in den unterschiedlichsten Klimazonen rund um den Globus gut bewährt hatte, begann die Luftschiffbau Zeppelin GmbH ab 1931 mit dem Aufbau eines regelmäßigen Linienverkehrs nach Südamerika. Von Anfang an war es Eckeners Ziel, einen Transatlantikverkehr mit dem Luftschiff zu etablieren. Die schnelleren Flugzeuge hatten zu Beginn der 1930er Jahre noch keine entsprechende Reichweite, um einen Langstreckenverkehr mit Passagieren oder Fracht durchführen zu können, und die Seeschiffe, die bislang das Monopol auf den Ozeanen hatten, waren gegenüber dem Luftschiff bedeutend langsamer. So benötigte man damals mit dem Schiff von Hamburg bis Rio de Janeiro zwei bis drei Wochen. Das Luftschiff schaffte die gleiche Strecke in vier bis fünf Tagen.

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Sie malte heimlich

Gertraud Herzger von Harlessem – Künstlerin und Künstlergattin (1908 – 1989)

Gertraud Herzger-von Harlessem wäre vielleicht eine bekannte Künstlerin der Klassischen Moderne geworden. Aber ihr Ehemann, der Künstler Walter Herzger, war dagegen, dass sie sich künstlerisch betätigte. Deshalb malte sie heimlich, wenn er nicht da war.

Dabei hatte die gebürtige Bremerin die besten Voraussetzungen für ein Leben als Künstlerin.

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Expedition ins Eis – Teil II

Die eigentliche Arktisfahrt beginnt…  

Am nächsten Morgen, dem 26. Juli, stiegen die russischen Wissenschaftler dazu – unter dem Jubel vieler Russinnen und Russen. Zum Abschied erhielten die Arktisreisenden noch eine Kiste voller Dosen mit russischem Presskaviar als Geschenk.

Gegen 9 Uhr ging es weiter auf nördlichem Kurs. Der Zeppelin fuhr mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 90 Stundenkilometern. Mit dieser dritten Etappe begann die eigentliche Arktisfahrt.

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