Schöner schweben – der Zeppelin NT

„Die schönste Art zu fliegen“ – mit diesem Slogan wirbt die Deutsche Zeppelin-Reederei (DZR) unter anderem für ihre touristischen Rundflüge mit dem Zeppelin NT. NT steht für „Neue Technologie“.

Der Bau des Luftschiffs mit einer starren Innenstruktur, das mit nicht brennbarem Helium gefüllt ist, basiert auf neuesten Erkenntnissen der Technik und modernsten Materialien, gepaart mit dem Know-how der Luftschiffbau Zeppelin GmbH (LZ), die schon vor über 100 Jahren Zeppeline gebaut hat. Mit dem Unglück des Luftschiffs „Hindenburg“ 1937 in Lakehurst endete der Passagierverkehr mit Zeppelin-Luftschiffen. 1940 wurde der letzte Zeppelin abgewrackt.

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Ein Geisterblimp über Kalifornien – das Luftschiff L-8

Von Sabine Ochaba und Jan Werner


Am 16. August 1942 geschah ein in der Luftfahrt einzigartiger Vorfall: Das Prallluftschiff L-8 der US Navy landete mit laufenden Motoren, schlaffer Hülle, intakter Kabine, offenen Türen, aber ohne Besatzung auf einer Straße in Daly City, nahe San Francisco. Das Schicksal der zweiköpfigen Besatzung, die entlang der Pazifikküste vor San Francisco patrouillieren sollte, wurde niemals aufgeklärt.


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„…die Schweiz in der Westentasche…“

Die Fahrten des LZ 127 „Graf Zeppelin“ in die benachbarte Schweiz

von Barbara Waibel und Sabine Ochaba

Zu den herrlichsten Fahrten, die man mit dem Zeppelin unternehmen konnte, gehörten sicherlich die Ausflüge in die Schweiz, die immer wieder zwischen den längeren Fahrten eingeschoben wurden. Mehr als siebzig Mal besuchte das Luftschiff in den Jahren 1929 bis 1934 das idyllische Alpenland. Die beliebten Touren wurden erst eingestellt, als der Südamerikadienst so ausgedehnt wurde, dass „Graf Zeppelin“ zweimal im Monat nach Brasilien fuhr und ihm somit keine Zeit mehr für andere Fahrten blieb.

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Landungsversuche mit Raupenschleppern

von Sabine Ochaba und Jan Werner

Viele dachten nach den erfolgreichen ersten Fahrten des LZ 127 „Graf Zeppelin“, dass sich Luftschiffe als Langstreckenverkehrsmittel durchsetzen würden. Nur zwei Zeppeline, der oben Genannte und die größere LZ 129 „Hindenburg“, haben jemals interkontinentale Linienflüge absolviert. Trotzdem wurden schon früh Überlegungen angestellt, wie man auf Luftschiffhäfen den sehr hohen personellen Aufwand reduzieren könne. Eine große Rolle spielte hier auch die Senkung von Betriebskosten. Eine dieser Anstrengungen war die Mechanisierung von Landungen.

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LZ 11 „Viktoria Luise

Der Zeppelin LZ 11 „Viktoria Luise“ war ein Verkehrsluftschiff der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft (DELAG) und war benannt nach der preußischen Prinzessin Viktoria Luise. Das Schiff fuhr hauptsächlich innerhalb Deutschlands.

Der Bau des Luftschiffs war von der Heeresverwaltung subventioniert worden, damit es im Kriegsfall für militärische Zwecke zur Verfügung stehen konnte. Luftschiffführer der „Viktoria Luise“ bei der Erstfahrt am 19. Februar 1912 war Kapitän Blew.

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Die schwimmende Halle in der Manzeller Bucht

Graf Zeppelin stellte am 20. Januar 1899 bei der Gemeinde Schnetzenhausen, auf deren Gemarkung Manzell damals lag, einen Antrag zum Bau einer schwimmenden Montage- und Fahrhalle. Der Antrag wurde genehmigt und im Frühjahr desselben Jahres begann man mit dem Bau. Grund dafür, dass die Halle schwamm, war, dass der geplante Zeppelin mit dem Wind aus der Halle gebracht werden musste, damit es nicht zu Beschädigungen kam. Das Bauwerk aus Holz konnte sich um einen festen Ankerpunkt drehen, war also eine Pendelhalle, und besaß ein ausziehbares Floß, auf dem sich später der Zeppelin befand.

Titelbild: Karte der Manzeller Bucht mit Angaben zur Fahrtstrecke und Fahrthöhe vom zweiten und dritten Aufstieg des Luftschiffes LZ 1 am 17. und 21. Oktober 1900

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Wie Zeppelingas die Abholzung brasilianischer Wälder verhinderte und das Verbraucherverhalten von Millionen von Brasilianern änderte!

1972 titelte die brasilianische Illustrierte „Manchete“: „Das Gas hat die brasilianischen Wälder gerettet“ und im Untertitel heißt es dann: „Mit dem Kauf der Gasvorräte des Zeppelin schlug die Geburtsstunde des Imperiums der Igel“.

Zum portugiesischen Artikel:

Como o gás do Zeppelin evitou o desmatamento das florestas brasileiras e mudou o comportamento de milhões de consumidores brasileiros!

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Luftschiff-Rekord!

LZ 9 – das Heeresluftschiff „Ersatz – Z II“

Das neunte Schiff der Luftschiffbau Zeppelin GmbH fuhr am 2. Oktober 1911 zum ersten Mal. Die Fahrt verlief über Friedrichshafen und Umgebung und dauerte nur 44 Minuten. Auszüge aus dem Fahrtbericht der Erstfahrt des LZ 9:

„Probefahrt. Die Führung hat Exzellenz Graf Zeppelin gehabt.

Vordergondel acht Personen, darunter am Seitensteuer: Lau und am Höhensteuer: Dürr.

Monteure: Thiele und Pfeifer

Hintergondel vier Personen, darunter Fahringenieur Siegle.

Graf von Zeppelin in der vorderen Gondel. Springer zur Beobachtung der Steuerleitung.

Letzter Wetterbericht: Tief über Norditalien und Polen, Wetterlage ungünstig, leicht böig. Fast ganz bedeckt. Ziehende Luft.

Das Schiff bewährte sich gut, Motoren arbeiteten ohne sonderliche Störung. Wegen des böigen Wetters kann über die Steuerfähigkeit kein definitives Urteil abgegeben werden. Wegen des drohenden Wetters musste die Fahrt vorzeitig abgebrochen werden.“  

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Happy Birthday – 100 Jahre Maybach-Automobile

Es mag verwundern, dass 2021 100 Jahre Automobilmarke Maybach gefeiert wird. Schließlich steht in der Gründungsurkunde von 1909 des zunächst Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH benannten Unternehmens in § 3: „Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Fahrzeug-Motoren und deren Zubehör für Luft- und Wasser-Fahrzeuge sowie der Vertrieb dieser Erzeugnisse.“ Also Mobilität in der Luft und im Wasser; zu Lande war eigentlich nicht vorgesehen.

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