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Im Land der Pyramiden

Am frühen Morgen des 10. Aprils 1931 durchquerte der Zeppelin einige Regenschauer. Danach fuhren die Reisenden vor allem über Wüste, Dünen, kleinere Oasen und Sand, soweit das Auge reichte. Anschließend veränderte sich die Landschaft. Dank des guten Rückenwindes kam das Luftschiff schnell voran. Teilweise fuhr es bis zu 140 Kilometer in der Stunde.

Die Ägyptenfahrt geht los

An diesem Donnerstagmorgen, dem 9. April 1931 startete LZ 127 „Graf Zeppelin“ um 6.10 Uhr bei klarem Wetter zu seiner zweiten Orientfahrt. Zunächst war die Route dieselbe wie bei der ersten Orientfahrt: von Friedrichshafen nach Konstanz und Basel über das Rhônetal nach Marseille, über Korsika und Rom nach Sizilien.

„Die Impfstube“ oder: Was hat die Corona-Impfung mit Kühen zu tun?

In Friedrichshafen gibt es seit kurzem ein Corona-Impfzentrum und mehr als ein Viertel unserer Belegschaft hat sich freiwillig gemeldet, um dort zu helfen. Dieser Umstand führt uns wieder ins Zeppelin Museum zurück:

Wir haben nämlich in unserer Sammlung ein Gemälde von Reinhard Sebastian Zimmermann, das eine Impfstube aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt.

Für den Kunsthistoriker und damaligen Direktor des Städtischen Bodensee-Museums, Dr. Lutz Tittel, stellt „Die Impfstube“ ein Propagandabild der damaligen Zeit dar. Er ordnet es als eines der zentralen Werke des Künstlers ein, der sich in erster Linie als Portraitmaler einen Namen gemacht hat.

Online Assembly BEYOND BORDERS – Backstage Bericht

„Wir haben noch eine Minute.“

Dominik Busch, Initiator und Moderator der Online Assembly
und Leiter der Abteilung Diskurs und Öffentlichkeit

29.01.2021

BEYOND BORDERS war die erste reine Online Assembly des Zeppelin Museums und unsere erste sechsstündige Online-Tagung, die an unsere neue Ausstellung BEYOND STATES. ÜBER DIE GRENZEN VON STAATLICHKEIT gebunden war. Sechs Stunden, die Grenzen im Kopf aufbrachen, verschoben oder erst sichtbar machten.

Mit Wopsie und Klebepunkten – die Vermittlung von „Vernetzung der Welt“

Am Sonntag, 3.11., endete im Zeppelin Museum die Ausstellung Vernetzung der Welt. Pionierfahrten und Luftverkehr über den Atlantik, die sich mit der ersten Atlantiküberquerung eines britischen Luftschiffs im Jahr 1919 befasste und in diesem Zusammenhang die generelle Entwicklung des Luftverkehrs beleuchtete. Zur Ausstellung fand ein umfangreiches Begleitprogramm statt, aber auch in der Ausstellung selbst waren partizipative Formate zu finden. Der folgende Text stellt die im Rahmen der Ausstellung präsentierten Formate und die Reaktionen der Besucher*innen vor. Wir möchten die Vor- und Nachteile der jeweiligen Projekte identifizieren, um die Erfahrungen für zukünftige Ausstellungen zu nutzen. Von Beginn an kam der Frage nach Möglichkeiten der direkten und aktiven Einbeziehung der Besuchenden ein hoher Stellenwert zu. Diese sollten unmittelbar auf die Ausstellung reagieren, ihre Meinung äußern und Eindrücke weitergeben können. Auch Kinder sollten in Form eines Mitmachangebots angesprochen werden. Das sicherlich räumlich präsenteste Format war die interaktive Weltkarte im hinteren Bereich des Ausstellungsraums.…

VOR 120 JAHREN: Zweiter und dritter Aufstieg des ersten Zeppelin-Luftschiffes LZ 1

Nach dem ersten Aufstieg des LZ 1, der sehr erfolgreich verlaufen war (wir berichteten), wurden am Luftschiff einige technische Veränderungen vorgenommen, die aus den gemachten Erfahrungen resultierten. Am 24. September 1900 waren die Arbeiten abgeschlossen. Das Luftschiff wurde mit Brennstoff und Ballast versorgt, die Wasserstofffüllung sollte am nächsten Tag stattfinden. Doch in der darauffolgenden Nacht geschah ein Unglück, welches Hugo Kübler in seinem Bericht an die „Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt“ beschreibt:

Jüdisches Leben in Friedrichshafen: Kein Unrecht – oder nur keine Überlieferung?

Das Zeppelin Museum hat Jürgen Oellers, Leiter des Stadtarchivs Friedrichshafen, gebeten, über jüdisches Leben in Friedrichshafen zu berichten. Er ist dafür tief in die Geschichte eingestiegen, hat nach den ersten Wurzeln des Judentums am Bodensee gesucht und ist dabei auf interessante Quellen gestoßen. Darüber hinaus beleuchtet er den Antisemitismus der Region und die tragischen Schicksale jüdischer Mitbürger*innen während des Nationalsozialismus. Der Untertitel „Kein Unrecht – oder nur keine Überlieferung?“ deutet dabei bereits an, dass Jürgen Oellers ein zu Unrecht wenig präsentes Thema herausgearbeitet hat. Juden in Buchhorn und Friedrichshafen – von der Antike bis zur Frühen Neuzeit Eine jüdische Besiedlung am Bodensee gab es schon vor dem Einfall germanischer Völker. Wahrscheinlich bereits unter den Römern siedelten sich Jüdinnen und Juden am See an; leider schweigen sich die Quellen darüber aus. Im Mittelalter verliehen aufstrebende territoriale Mächte, allen voran die Reichs- und Rheinstädte, den bis dahin kaum in Erscheinung tretenden Jüdinnen…

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