Das Schwesterschiff der Hindenburg: LZ 130 Graf Zeppelin – Teil II

Eine der seltenen Farbaufnahmen von LZ 130 Graf Zeppelin

Fahrten des LZ 130 Graf Zeppelin

Hugo Eckener war seit dem Unglück der Hindenburg überzeugt, dass Luftschiffe mit Wasserstofffüllung keine Passagiere mehr transportieren sollten. Die ausbleibende Helium-Lieferung für LZ 130 Graf Zeppelin hätte somit das Ende des Luftschiffs noch vor dessen Indienststellung bedeutet. Doch das Luftfahrtministerium erklärte sich zur Befüllung mit Wasserstoff bereit – offiziell, um es für Schulungs- und Propagandafahrten zu nutzen. Für Passagierfahrten war der Zeppelin nicht mehr zugelassen worden.

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Das Schwesterschiff der Hindenburg: LZ 130 Graf Zeppelin – Teil I

LZ 130 war der letzte große Zeppelin, der vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut und in Dienst gestellt wurde. Er sollte für den Weltluftschiffverkehr eingesetzt werden. Doch noch während LZ 130 gebaut wurde, musste man dies aus zwei Gründen in Frage stellen:  Zum einen waren es die Vorbereitungen auf einen Krieg, in dem das Luftschiff strategisch keine Rolle mehr spielte, außer zu Spionagezwecken vor dem Krieg. Zum anderen war es das Unglück des Schwesterschiffes LZ 129 Hindenburg in Lakehurst am 6. Mai 1937, bei dem viele Menschen ums Leben kamen.

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LZ 14 / L 1 – Das erste Luftschiff der Kaiserlichen Marine

Das Luftschiff L 1 schwebt über dem Grund. Darunter stehen Menschen.

Die Vorgeschichte

Graf von Zeppelin hatte von Anfang an zum Ziel, seine Luftschiffe an das Militär zu verkaufen, aber das war nach den vielen Rückschlägen gar nicht so einfach. Das Heer hatte zwar den LZ 3 / Z I und weitere Schiffe gekauft, aber im Reichsmarineamt stieß der Graf nicht auf großes Interesse, obwohl er selbst von der militärischen Tauglichkeit seiner Luftschiffe überzeugt war. Das bestätigte auch Sir Walter Raleigh, Mitglied des britischen Technical Subcommittee des Committee of Imperial Defense. Er äußerte sich über Zeppeline als günstiges Mittel der Marine-Aufklärung nach einer Fahrt mit der „Viktoria Luise“:

 „Bei günstigen Wetterbedingungen können die deutschen Luftschiffe bereits für Aufklärungsfahrten über den Weiten der Nordsee eingesetzt werden, und ein Luftschiff kann, wegen der bei günstigen ‚Wetterbedingungen ausgezeichneten Sicht aus großer Höhe die Arbeit einer Vielzahl an Aufklärungskreuzern leisten.“

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Schöner schweben – der Zeppelin NT

„Die schönste Art zu fliegen“ – mit diesem Slogan wirbt die Deutsche Zeppelin-Reederei (DZR) unter anderem für ihre touristischen Rundflüge mit dem Zeppelin NT. NT steht für „Neue Technologie“.

Der Bau des Luftschiffs mit einer starren Innenstruktur, das mit nicht brennbarem Helium gefüllt ist, basiert auf neuesten Erkenntnissen der Technik und modernsten Materialien, gepaart mit dem Know-how der Luftschiffbau Zeppelin GmbH (LZ), die schon vor über 100 Jahren Zeppeline gebaut hat. Mit dem Unglück des Luftschiffs „Hindenburg“ 1937 in Lakehurst endete der Passagierverkehr mit Zeppelin-Luftschiffen. 1940 wurde der letzte Zeppelin abgewrackt.

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Tami Oelfken – eine streitbare Pazifistin

Tami Oelfken in der Ausstellung Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee

Tami Oelfken, 1888 in Bremen als Marie Wilhelmine Oelfken geboren, war eine Schriftstellerin und Reformpädagogin. Ihr Vorname „Tami“ ist ein Pseudonym, das sich aus ihrem Spitznamen „Tante Mieze“ ableitet, den sie von ihren Schüler*innen erhalten hatte. Sie hatte auch noch ein anderes Pseudonym: Gina Teelen.

Wer war diese Frau, nach der eine Schule und zwei Straßen benannt wurden?

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LZ 11 „Viktoria Luise

Der Zeppelin LZ 11 „Viktoria Luise“ war ein Verkehrsluftschiff der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft (DELAG) und war benannt nach der preußischen Prinzessin Viktoria Luise. Das Schiff fuhr hauptsächlich innerhalb Deutschlands.

Der Bau des Luftschiffs war von der Heeresverwaltung subventioniert worden, damit es im Kriegsfall für militärische Zwecke zur Verfügung stehen konnte. Luftschiffführer der „Viktoria Luise“ bei der Erstfahrt am 19. Februar 1912 war Kapitän Blew.

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KünstlerInnen am Bodensee: Maria (Mia) Hesse, geb. Bernoulli – Aufbruch und Scheitern

Eva Eberwein, Mia- und Hermann- Hesse- Haus, Gaienhofen

„Wer war sie denn schon? Sie hat doch nur Bedeutung gewonnen, weil sie Hermann Hesse geheiratet hatte.“ 

 Mit diesem Zitat eines heutigen Zeitgenossen, der nicht genannt werden will, ist ein Phänomen beschrieben, welches viele Frauen berühmter Männer erleiden mussten. Obwohl diese Frauen eine Vita mit eigenen Interessen und Befähigungen hatten, wurden sie häufig nur als Anhängsel wahrgenommen.

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Wie Zeppelingas die Abholzung brasilianischer Wälder verhinderte und das Verbraucherverhalten von Millionen von Brasilianern änderte!

1972 titelte die brasilianische Illustrierte „Manchete“: „Das Gas hat die brasilianischen Wälder gerettet“ und im Untertitel heißt es dann: „Mit dem Kauf der Gasvorräte des Zeppelin schlug die Geburtsstunde des Imperiums der Igel“.

Zum portugiesischen Artikel:

Como o gás do Zeppelin evitou o desmatamento das florestas brasileiras e mudou o comportamento de milhões de consumidores brasileiros!

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Luftschiff-Rekord!

LZ 9 – das Heeresluftschiff „Ersatz – Z II“

Das neunte Schiff der Luftschiffbau Zeppelin GmbH fuhr am 2. Oktober 1911 zum ersten Mal. Die Fahrt verlief über Friedrichshafen und Umgebung und dauerte nur 44 Minuten. Auszüge aus dem Fahrtbericht der Erstfahrt des LZ 9:

„Probefahrt. Die Führung hat Exzellenz Graf Zeppelin gehabt.

Vordergondel acht Personen, darunter am Seitensteuer: Lau und am Höhensteuer: Dürr.

Monteure: Thiele und Pfeifer

Hintergondel vier Personen, darunter Fahringenieur Siegle.

Graf von Zeppelin in der vorderen Gondel. Springer zur Beobachtung der Steuerleitung.

Letzter Wetterbericht: Tief über Norditalien und Polen, Wetterlage ungünstig, leicht böig. Fast ganz bedeckt. Ziehende Luft.

Das Schiff bewährte sich gut, Motoren arbeiteten ohne sonderliche Störung. Wegen des böigen Wetters kann über die Steuerfähigkeit kein definitives Urteil abgegeben werden. Wegen des drohenden Wetters musste die Fahrt vorzeitig abgebrochen werden.“  

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