Zeppelin

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Zwischen Fakt und Fiktion: Zeppeline in der Popkultur

Es ist wahrlich kein Zufall, dass dieser Blogbeitrag gerade heute erscheint. Immerhin ist der 6. Mai einer der wohl bekanntesten Jahrestage in der Geschichte der Luftschifffahrt. Denn heute vor genau 82 Jahren kamen insgesamt 22 Besatzungsmitglieder, 13 Passagiere und ein Mitglied der amerikanischen Haltemannschaft beim Unglück von Lakehurst ums Leben, welches schlussendlich das Ende der damaligen (Passagier-)Luftschifffahrt einläutete. Wir alle haben die Bilder im Kopf, kennen die Geschichte.

Oder?

Eine „Vergnügungsreise in Licht und Sonne“ – Die Orientfahrt (25. bis 28. März 1929) der Graf Zeppelin

Ein kalter Nordostwind pfiff am Abend des 24. März 1929 um die Luftschiffhalle in Friedrichshafen. Frierend in ihre Pelzmäntel gehüllt standen die Passagiere in der kalten Zugluft und warteten auf die Aufforderung zum Einsteigen. Unter ihnen sah man Hella Brandenstein-Zeppelin, die Tochter des Grafen Zeppelin, verschiedene einflussreiche Regierungsbeamte aus Berlin wie den Reichstagspräsidenten Paul Löbe, den Verkehrsminister Theodor von Guérard und den Staatssekretär der Deutschen Reichspost Karl Sauter, sodann den württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz und schließlich einige Journalisten größerer Blätter. Zu letzteren gehörten Lady Grace Drummond-Hay und Karl von Wiegand, die für den amerikanischen Zeitungsriesen Hearst arbeiteten und schon die erste Nordamerikafahrt des Graf Zeppelin im Herbst 1928 mitgemacht hatten.

Das Ende der „Babykiller“

Das letzte Jahr des Ersten Weltkriegs hatte für die Marine-Luftschiffer mit einem enormen Materialverlust begonnen: am 5. Januar 1918 explodierten in Ahlhorn fünf Luftschiffe, darunter eines von Schütte-Lanz.

Auch die folgenden Monate waren von Verlusten und Frustrationen geprägt. Neben ein paar Aufklärungsfahrten gab es nur wenige Angriffe auf England, die meisten mussten wegen schlechten Wetters abgebrochen werden oder fanden erst gar nicht statt.

„Alles Gute zum 150. Geburtstag, Hugo Eckener!“

Heute vor 150 Jahren erblickte der Luftfahrtpionier Hugo Eckener das Licht der Welt. Zu diesem Anlass haben Barbara Waibel, Leiterin des Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und Vorständin des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin-Museums, und Kathrin Wurzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH,  einen Artikel über sein Leben im Zeppelin-Brief veröffentlicht. Als Mitglied des Freundeskreis bekommt man diesen zweimal jährlich mit vielen Informationen rund um den Zeppelin und das Museum zugeschickt.

Auch das Zeppelin Museum macht ein Geschenk an Hugo Eckener: die Ausstellung „Alles auf eine Karte. Hugo Eckener zum 150. Geburtstag“. Bis zum 2. September ist diese noch im Zepplab kostenlos zu sehen.

Trauer um Manfred Bauer

Am 12. Juli verstarb Manfred Bauer nach langer und schwerere Krankheit in seinem Haus in Immenstaad. Der am 29. Dezember 1946 geborene Sohn des Luftschiffkapitäns Heinrich Bauer war seit 1990 im Vorstand des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin Museums e. V. und wurde 2015 erster Vorsitzender des Vereins. Als 2007 der Aufsichtsrat des Zeppelin Museums geschaffen wurde, vertrat Manfred Bauer den Freundeskreis in diesem Gremium und wurde 2015 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.

Fünf Luftschiffe explodieren – Tote und Verletzte in Ahlhorn

„Das neue Jahr begann stürmisch, und am Samstag, dem 5. Januar 1918, war das Wetter immer noch schlecht. An jenem Morgen überwachten die Kommandanten der fünf Schiffe auf dem Stützpunkt Ahlhorn das tägliche Auffüllen mit Gas bis zur maximalen Füllmenge. Kapitänleutnant Walter Dose von L 51 – das Luftschiff befand sich auf der südwestlichen Seite von Halle I – hatte seine Besatzung angewiesen, die Böden der Motorgondeln zu reinigen. Die Mannschaft von L 47 – dem Nachbarschiff von L 51 – dagegen hatte kaum etwas zu tun, denn der Zeppelin war seit dem 22. Dezember nicht mehr in der Luft gewesen. Korvettenkapitän Arnold Schütze von L 58 traf sich mit seinem Wachoffizier, dem Obersteuermann und dem Maschinisten in Halle II, um mit ihnen über die Vorbereitungen zur nächsten Angriffsperiode zu sprechen. Die Besatzung und die Bodenmannschaft traten zum Morgenappell an und hatten danach bis zum Mittag frei. Auch in Halle III passierte nicht viel; seit dem 21. Dezember lag L 46 untätig auf seinem Platz. Nur in Halle VI, wo SL 20 untergebracht war, gab es etwas Betriebsamkeit, denn bei dem großen Schütte-Lanz-Schiff waren auf einer Probefahrt mehrere Bruchstellen in Ring 4 aufgetreten, die nun von Arbeitern der Herstellerfirma repariert wurden.“

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