Zeppelin

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An Bord des LZ 127 „Graf Zeppelin“

Während Hugo Eckener auf seinem „Sorgensitz“ darüber nachdachte, welche Route das Luftschiff nehmen sollte, schrieben Lady Drummond Hay und ihre Kollegen unermüdlich alles auf, was sie sahen und erlebten. Anschließend wurden die Texte als Telegramm in die Welt geschickt. Auch Dr. Megias, der spanische Arzt, sandte viele Telegramme an das spanische Königshaus, an seine Freunde und Verwandten.

Gespannte Vorfreude

Als LZ 127 am 10. August 1929 in Friedrichshafen landete, hatten die Weltreisenden bereits rund 7.000 Kilometer zurückgelegt. Hans von Schiller fasst die erste Etappe noch einmal kurz zusammen:

„Am Abend des 8. August verließ dann das wiederum überbesetzte Schiff New York und landete am Geburtstage Dr. Eckeners, am 10. August, nach einer Rekordzeit von 55 Stunden und 19 Minuten in Friedrichshafen.“

Die Wettfahrt um die Welt beginnt …

Der Auftakt

Vor der großen Fahrt um die Welt wurde LZ 127 gründlich gewartet und erprobt. Am ersten August 1929 hob der Zeppelin unter der Führung von Luftschiffkapitän Dr. Hugo Eckener in Friedrichshafen ab. Eckener beschreibt die erste Strecke nach Lakehurst:
„Sie dauerte volle 95 Stunden, weil sie teilweise gegen stürmische Westwinde durchzukämpfen war. Um so wertvoller war sie daher für die Erprobung der Motoren, die sich glänzend bewährten.“

Im Zeppelin rund um den Globus

Tausende von Kilometern hatte es schon erfolgreich zurückgelegt, das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“, von einigen auch liebevoll nur „Der Graf“ genannt. Vermehrt kam der Wunsch auf, LZ 127 solle doch nach so vielen glücklich absolvierten Fahrten endlich einmal die Welt umrunden. Dr. Hugo Eckener, Luftschiffkapitän und der Geschäftsführer der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, war die Idee nicht unsympathisch, doch mussten zuvor zwei grundlegende Fragen geklärt werden: „Die erste Frage war: Wer bezahlt diese Fahrt? Die zweite war: Welchen Weg kann man nehmen? Die Kosten der Reise mußte man wenigstens auf eine Million Reichsmark schätzen (…) Wie sollte man dies Kosten aufbringen? Von der deutschen Regierung war wegen ihrer damals noch sehr spröden Haltung gegenüber dem Zeppelinschiff wenig zu erhoffen. Wir mußten uns in der Hauptsache selbst helfen.“ In dieser Situation sprang der amerikanische Medienmogul William Randolph Hearst in die Bresche und bot den Zeppelinern an, die Hälfte der Reisekosten zu…

Zwischen Fakt und Fiktion: Zeppeline in der Popkultur

Es ist wahrlich kein Zufall, dass dieser Blogbeitrag gerade heute erscheint. Immerhin ist der 6. Mai einer der wohl bekanntesten Jahrestage in der Geschichte der Luftschifffahrt. Denn heute vor genau 82 Jahren kamen insgesamt 22 Besatzungsmitglieder, 13 Passagiere und ein Mitglied der amerikanischen Haltemannschaft beim Unglück von Lakehurst ums Leben, welches schlussendlich das Ende der damaligen (Passagier-)Luftschifffahrt einläutete. Wir alle haben die Bilder im Kopf, kennen die Geschichte.

Oder?

Eine „Vergnügungsreise in Licht und Sonne“ – Die Orientfahrt (25. bis 28. März 1929) der Graf Zeppelin

Ein kalter Nordostwind pfiff am Abend des 24. März 1929 um die Luftschiffhalle in Friedrichshafen. Frierend in ihre Pelzmäntel gehüllt standen die Passagiere in der kalten Zugluft und warteten auf die Aufforderung zum Einsteigen. Unter ihnen sah man Hella Brandenstein-Zeppelin, die Tochter des Grafen Zeppelin, verschiedene einflussreiche Regierungsbeamte aus Berlin wie den Reichstagspräsidenten Paul Löbe, den Verkehrsminister Theodor von Guérard und den Staatssekretär der Deutschen Reichspost Karl Sauter, sodann den württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz und schließlich einige Journalisten größerer Blätter. Zu letzteren gehörten Lady Grace Drummond-Hay und Karl von Wiegand, die für den amerikanischen Zeitungsriesen Hearst arbeiteten und schon die erste Nordamerikafahrt des Graf Zeppelin im Herbst 1928 mitgemacht hatten.

Das Ende der „Babykiller“

Das letzte Jahr des Ersten Weltkriegs hatte für die Marine-Luftschiffer mit einem enormen Materialverlust begonnen: am 5. Januar 1918 explodierten in Ahlhorn fünf Luftschiffe, darunter eines von Schütte-Lanz.

Auch die folgenden Monate waren von Verlusten und Frustrationen geprägt. Neben ein paar Aufklärungsfahrten gab es nur wenige Angriffe auf England, die meisten mussten wegen schlechten Wetters abgebrochen werden oder fanden erst gar nicht statt.

„Alles Gute zum 150. Geburtstag, Hugo Eckener!“

Heute vor 150 Jahren erblickte der Luftfahrtpionier Hugo Eckener das Licht der Welt. Zu diesem Anlass haben Barbara Waibel, Leiterin des Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und Vorständin des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin-Museums, und Kathrin Wurzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH,  einen Artikel über sein Leben im Zeppelin-Brief veröffentlicht. Als Mitglied des Freundeskreis bekommt man diesen zweimal jährlich mit vielen Informationen rund um den Zeppelin und das Museum zugeschickt.

Auch das Zeppelin Museum macht ein Geschenk an Hugo Eckener: die Ausstellung „Alles auf eine Karte. Hugo Eckener zum 150. Geburtstag“. Bis zum 2. September ist diese noch im Zepplab kostenlos zu sehen.

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