Atlantik

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Mit Wopsie und Klebepunkten – die Vermittlung von „Vernetzung der Welt“

Am Sonntag, 3.11., endete im Zeppelin Museum die Ausstellung Vernetzung der Welt. Pionierfahrten und Luftverkehr über den Atlantik, die sich mit der ersten Atlantiküberquerung eines britischen Luftschiffs im Jahr 1919 befasste und in diesem Zusammenhang die generelle Entwicklung des Luftverkehrs beleuchtete. Zur Ausstellung fand ein umfangreiches Begleitprogramm statt, aber auch in der Ausstellung selbst waren partizipative Formate zu finden. Der folgende Text stellt die im Rahmen der Ausstellung präsentierten Formate und die Reaktionen der Besucher*innen vor. Wir möchten die Vor- und Nachteile der jeweiligen Projekte identifizieren, um die Erfahrungen für zukünftige Ausstellungen zu nutzen. Von Beginn an kam der Frage nach Möglichkeiten der direkten und aktiven Einbeziehung der Besuchenden ein hoher Stellenwert zu. Diese sollten unmittelbar auf die Ausstellung reagieren, ihre Meinung äußern und Eindrücke weitergeben können. Auch Kinder sollten in Form eines Mitmachangebots angesprochen werden. Das sicherlich räumlich präsenteste Format war die interaktive Weltkarte im hinteren Bereich des Ausstellungsraums.…

Unendliche Weiten …

Es war der 16. August, der zweite Reisetag der „deutschen“ Weltfahrt. Wieder einmal konnte der Journalist Max Geisenheyner vor lauter Aufregung nicht schlafen und verließ gegen zwei Uhr morgens seine Schlafkabine, um nichts zu verpassen:

An Bord des LZ 127 „Graf Zeppelin“

Während Hugo Eckener auf seinem „Sorgensitz“ darüber nachdachte, welche Route das Luftschiff nehmen sollte, schrieben Lady Drummond Hay und ihre Kollegen unermüdlich alles auf, was sie sahen und erlebten. Anschließend wurden die Texte als Telegramm in die Welt geschickt. Auch Dr. Megias, der spanische Arzt, sandte viele Telegramme an das spanische Königshaus, an seine Freunde und Verwandten.

Gespannte Vorfreude

Als LZ 127 am 10. August 1929 in Friedrichshafen landete, hatten die Weltreisenden bereits rund 7.000 Kilometer zurückgelegt. Hans von Schiller fasst die erste Etappe noch einmal kurz zusammen:

„Am Abend des 8. August verließ dann das wiederum überbesetzte Schiff New York und landete am Geburtstage Dr. Eckeners, am 10. August, nach einer Rekordzeit von 55 Stunden und 19 Minuten in Friedrichshafen.“

Die Wettfahrt um die Welt beginnt …

Der Auftakt

Vor der großen Fahrt um die Welt wurde LZ 127 gründlich gewartet und erprobt. Am ersten August 1929 hob der Zeppelin unter der Führung von Luftschiffkapitän Dr. Hugo Eckener in Friedrichshafen ab. Eckener beschreibt die erste Strecke nach Lakehurst:
„Sie dauerte volle 95 Stunden, weil sie teilweise gegen stürmische Westwinde durchzukämpfen war. Um so wertvoller war sie daher für die Erprobung der Motoren, die sich glänzend bewährten.“

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