Technik

Vom Zeppelin zum Auto – Eine Geschichte über Aerodynamik und Stromlinienform

Der Gaylord Gladiator ist ein Stück Zeitgeschichte, das sich in der aktuellen Ausstellung „Innovationen! Zukunft als Ziel“ hier bei uns im Zeppelin Museum wiederfindet. Nach mehreren Jahren bei einem Sammler in den USA ist dieses Auto wieder zurück in Friedrichshafen, wo es vor 61 Jahren gebaut wurde. Doch obwohl der große Teil der Aufmerksamkeit momentan auf diesem Sportwagen liegt, verbirgt die Ausstellung noch ein zweites, wenn auch ein bisschen kleineres Automobil.

Fünf Luftschiffe explodieren – Tote und Verletzte in Ahlhorn

„Das neue Jahr begann stürmisch, und am Samstag, dem 5. Januar 1918, war das Wetter immer noch schlecht. An jenem Morgen überwachten die Kommandanten der fünf Schiffe auf dem Stützpunkt Ahlhorn das tägliche Auffüllen mit Gas bis zur maximalen Füllmenge. Kapitänleutnant Walter Dose von L 51 – das Luftschiff befand sich auf der südwestlichen Seite von Halle I – hatte seine Besatzung angewiesen, die Böden der Motorgondeln zu reinigen. Die Mannschaft von L 47 – dem Nachbarschiff von L 51 – dagegen hatte kaum etwas zu tun, denn der Zeppelin war seit dem 22. Dezember nicht mehr in der Luft gewesen. Korvettenkapitän Arnold Schütze von L 58 traf sich mit seinem Wachoffizier, dem Obersteuermann und dem Maschinisten in Halle II, um mit ihnen über die Vorbereitungen zur nächsten Angriffsperiode zu sprechen. Die Besatzung und die Bodenmannschaft traten zum Morgenappell an und hatten danach bis zum Mittag frei. Auch in Halle III passierte nicht viel; seit dem 21. Dezember lag L 46 untätig auf seinem Platz. Nur in Halle VI, wo SL 20 untergebracht war, gab es etwas Betriebsamkeit, denn bei dem großen Schütte-Lanz-Schiff waren auf einer Probefahrt mehrere Bruchstellen in Ring 4 aufgetreten, die nun von Arbeitern der Herstellerfirma repariert wurden.“

Graf Ferdinand von Zeppelin

8. Juli 1838 – 8. März 1917
Ferdinand Adolf August Heinrich von Zeppelin wurde am 8. Juli 1838 in Konstanz im ehemaligen Dominikanerkloster und heutigen Inselhotel geboren. Dort war sein Vater Friedrich von Zeppelin zwei Jahre zuvor in die Textilbetriebe seines Schwiegervaters David Macaire eingetreten. Friedrich galt als sensibler Schöngeist, der die harten Arbeitsbedingungen des Industrieunternehmens nur schwer ertragen konnte – auch wenn er selbst sicherlich nicht so hart und lang arbeiten musste wie die Frauen und Waisenkinder.

L 49 auf dem „Silent Raid“

Gebaut in Friedrichshafen-Löwental, absolvierte das Marineluftschiff L 49 (Baunummer LZ 96) am 13. Juni 1917 seine Erstfahrt. Anschließend war der Zeppelin auf den Stützpunkten Ahlhorn, Wildeshausen und Wittmundhafen stationiert. Nach zwei Aufklärungsfahrten über der Nordsee und zwei Angriffsversuchen auf Südengland war L 49 beim letzten Luftschiffangriff auf England des Jahres 1917 dabei, dem sogenannten silent raid. Dieser Angriff wurde so genannt, da die in mehreren tausend Metern Höhe fahrenden Zeppeline von unten nicht gehört werden konnten.

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