Ganz aus Metall – das Starrluftschiff des David Schwarz

David Schwarz entwarf in den 1890er Jahren ein Leichtmetall-Luftschiff. Aber wer war David Schwarz?

Er wurde im Jahr 1850 geboren, stammte aus Österreich-Ungarn aus einer jüdischen Familie und hatte sich beruflich bis zu seinem 40. Lebensjahr nicht mit Luftschifffahrt beschäftigt. Angeblich, so wurde in seiner Familie kolportiert, habe er mit seinem großen Bruder als Kind einen Ballon aus Holz und mit einer Art Pech bestrichenem Leinenstoff gebaut. Das Gas sei aus einer brennbaren Flüssigkeit aus großen Gasflaschen gewonnen und der Ballon an einer Pappel aufgehängt worden.

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LZ 14 / L 1 – Das erste Luftschiff der Kaiserlichen Marine

Das Luftschiff L 1 schwebt über dem Grund. Darunter stehen Menschen.

Die Vorgeschichte

Graf von Zeppelin hatte von Anfang an zum Ziel, seine Luftschiffe an das Militär zu verkaufen, aber das war nach den vielen Rückschlägen gar nicht so einfach. Das Heer hatte zwar den LZ 3 / Z I und weitere Schiffe gekauft, aber im Reichsmarineamt stieß der Graf nicht auf großes Interesse, obwohl er selbst von der militärischen Tauglichkeit seiner Luftschiffe überzeugt war. Das bestätigte auch Sir Walter Raleigh, Mitglied des britischen Technical Subcommittee des Committee of Imperial Defense. Er äußerte sich über Zeppeline als günstiges Mittel der Marine-Aufklärung nach einer Fahrt mit der „Viktoria Luise“:

 „Bei günstigen Wetterbedingungen können die deutschen Luftschiffe bereits für Aufklärungsfahrten über den Weiten der Nordsee eingesetzt werden, und ein Luftschiff kann, wegen der bei günstigen ‚Wetterbedingungen ausgezeichneten Sicht aus großer Höhe die Arbeit einer Vielzahl an Aufklärungskreuzern leisten.“

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Schöner schweben – der Zeppelin NT

„Die schönste Art zu fliegen“ – mit diesem Slogan wirbt die Deutsche Zeppelin-Reederei (DZR) unter anderem für ihre touristischen Rundflüge mit dem Zeppelin NT. NT steht für „Neue Technologie“.

Der Bau des Luftschiffs mit einer starren Innenstruktur, das mit nicht brennbarem Helium gefüllt ist, basiert auf neuesten Erkenntnissen der Technik und modernsten Materialien, gepaart mit dem Know-how der Luftschiffbau Zeppelin GmbH (LZ), die schon vor über 100 Jahren Zeppeline gebaut hat. Mit dem Unglück des Luftschiffs „Hindenburg“ 1937 in Lakehurst endete der Passagierverkehr mit Zeppelin-Luftschiffen. 1940 wurde der letzte Zeppelin abgewrackt.

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Ein Geisterblimp über Kalifornien – das Luftschiff L-8

Von Sabine Ochaba und Jan Werner


Am 16. August 1942 geschah ein in der Luftfahrt einzigartiger Vorfall: Das Prallluftschiff L-8 der US Navy landete mit laufenden Motoren, schlaffer Hülle, intakter Kabine, offenen Türen, aber ohne Besatzung auf einer Straße in Daly City, nahe San Francisco. Das Schicksal der zweiköpfigen Besatzung, die entlang der Pazifikküste vor San Francisco patrouillieren sollte, wurde niemals aufgeklärt.


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„…die Schweiz in der Westentasche…“

Die Fahrten des LZ 127 „Graf Zeppelin“ in die benachbarte Schweiz

von Barbara Waibel und Sabine Ochaba

Zu den herrlichsten Fahrten, die man mit dem Zeppelin unternehmen konnte, gehörten sicherlich die Ausflüge in die Schweiz, die immer wieder zwischen den längeren Fahrten eingeschoben wurden. Mehr als siebzig Mal besuchte das Luftschiff in den Jahren 1929 bis 1934 das idyllische Alpenland. Die beliebten Touren wurden erst eingestellt, als der Südamerikadienst so ausgedehnt wurde, dass „Graf Zeppelin“ zweimal im Monat nach Brasilien fuhr und ihm somit keine Zeit mehr für andere Fahrten blieb.

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Landungsversuche mit Raupenschleppern

von Sabine Ochaba und Jan Werner

Viele dachten nach den erfolgreichen ersten Fahrten des LZ 127 „Graf Zeppelin“, dass sich Luftschiffe als Langstreckenverkehrsmittel durchsetzen würden. Nur zwei Zeppeline, der oben Genannte und die größere LZ 129 „Hindenburg“, haben jemals interkontinentale Linienflüge absolviert. Trotzdem wurden schon früh Überlegungen angestellt, wie man auf Luftschiffhäfen den sehr hohen personellen Aufwand reduzieren könne. Eine große Rolle spielte hier auch die Senkung von Betriebskosten. Eine dieser Anstrengungen war die Mechanisierung von Landungen.

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„Glückliches Dasein, das nach keiner Zeit fragt“. Fritz Mühlenweg – ein Tausendsassa

Fritz Heinrich Mühlenweg (11.12.1898 – 13.09.1961) war Maler und Schriftsteller, Expeditionsteilnehmer und Übersetzer, Drogist und Rechnungsprüfer – ein vielseitig talentierter Mann, der nach seinem Tod in Vergessenheit geriet. Doch Dank des Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Manfred Bosch und des Verlegers Ekkehard Faude wurde sein Werk wiederentdeckt. Seit 2012 gibt es in Allensbach im Bahnhof auch ein Mühlenweg-Museum, in dem man vieles über Leben und Werk dieses kreativen Mannes erfahren kann.

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