Über das Fehlen und neu Dazukommen | Teil 2

Erst kürzlich eröffneten wir die beiden Wechselausstellungen „Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand“ und „Innovationen! Zukunft als Ziel“.

Was passiert eigentlich im Hintergrund, bis die Ausstellung so aussieht, wie sie jetzt aussieht? Und wer arbeitet dafür im Verborgenen? Neben der im ersten Blogbeitrag gezeigten Arbeit von Baur Innenausbau GmbH, möchten die BesucherInnen in einer Ausstellung auch Näheres über die Exponate, ihre Herkunft und Hintergrundgeschichte erfahren und sich ausführlicher mit den KünstlerInnen beschäftigen.

Daher habe ich mich diese Woche an Herrn Zinser von der Firma Zinser-Siebdruck GmbH in Friedrichshafen gewandt, der sich bereits mehrere Jahre um die Wandtexte für unsere Ausstellungen kümmert.

Herr Zinser, was passiert, wenn es doch einmal ein Rechtschreibfehler bis an die Wand schafft? Oder ist das unmöglich?
Natürlich ist es nicht unmöglich, dass sich auch mal ein Rechtschreibfehler eingeschlichen hat. Wir sind dann sofort zur Stelle, um den Fehler direkt vor Ort auszubessern – die alte Folie wird abgezogen und eine neue Folie in der korrigierten Version wird angebracht.

Erfühlen. Ertasten. Erleben. Wie finden Sie es, dass kommende Ausstellung „Innovationen“ durch ihren neuartigen Aufbau auch Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht werden kann?
Wir finden es toll, dass auch beeinträchtigte Menschen die Ausstellung besuchen können. Sicherlich ist es aber auch für jedermann sehr spannend, die Ausstellung mit allen Sinnen zu erfahren.

Was ist für Sie DIE eine Innovation ohne die Sie nicht leben wollen würden?
Für uns als Firma ist das Internet und die Digitalisierung heute nicht mehr wegzudenken. Der besondere Vorteil ist, dass wir Aufträge noch schneller realisieren können und sich für uns viel mehr Möglichkeiten bieten.
Noch vor 5 Jahren zum Beispiel haben wir im Zeppelin Museum teilweise noch Beschriftungen mit einer Siebdruckschablone direkt auf der Wand angebracht. Heute sind wir in der Lage, direkt auf die verschiedensten Materialien digital bei uns im Haus zu drucken.
Aber auch in Sachen Geschwindigkeit hat sich viel getan. Wo früher mehrere Tage für Siebdruckfilm und –schablone sowie für den mehrfarbigen Druck benötigt wurden, brauchen wir heute nur noch einen halben Tag. Das erleichtert uns die Arbeit enorm!


Julia Hänsler hat 2017 ihr Abitur in Wangen im Allgäu absolviert und danach neben zwei Monaten als Reisenomadin auf den Trampelpfaden dieser Welt, ihre Zeit mit verschiedenen Praktika verbracht. Zuletzt war sie von Mai bis Juni Praktikantin der Abteilung Kommunikation im Zeppelin Museum. Ab Herbst will sie ihrer Kreativität gerne entweder in einem Studium der Theater- und Medienwissenschaften oder im Fashionmanagement freien Lauf lassen.

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